Insidious

Veröffentlicht: 27. Juni 2011 in Movie
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Trautes Heim, Glück allein. Das wird sich wohl Familie Lambert gedacht haben, als sie in ihr neues Heim eingezogen ist. Doch was ist das: merkwürdige Geräusche kommen vom Dachboden, das Babyphon empfängt Stimmen, Bücher fallen aus dem Regal und dann fällt auch noch einer der Söhne in ein Koma. Da geht es doch nicht mit rechten Dingen zu.

Von der Story möchte ich gar nicht so viel erzählen, denn damit würde ich nur jedem potentiellen Kinogänger die Freude am neuen Horror Film  von James Wan (Regisseur von SAW) verderben. Man könnte ihn jedoch gut als eine Mischung aus Der Exorzist und Nightmare on Elm Street beschreiben. Das mag jetzt zwar nach einer etwas bizarren Mischung klingen, aber das Konzept geht doch soweit auf, dass beide Teile gut miteinander harmonieren.

Was man bei vielen Filmen heutzutage nicht mehr in so guter Qualität erhält sind die Soundeffekte. Klar gibt es mal immer wieder Explosionen die realistisch klingen oder absolut überzeugende Tellergeräusche, etc. aber Insidious konzentriert sich sehr stark auf den Sound. Das Laufen auf dem knarrenden Holzboden, der Wind, der gegen das Fenster peitscht oder vielen quietschenden Türen tragen alle hervorragend zur Stimmung bei (wobei ich mich doch frage, weshalb die Türen in Horror Filmen immer quietschen müssen). Dennoch gibt es auch die typischen Erschreck Geräusche, wegen denen mein Sitznachbar immer wieder im Kinosessel zusammengefahren ist und die auch eigentlich der wahre Grund sind, weshalb wir uns oftmals in Horrorfilmen erschrecken. Doch auch die Augen bekommen etwas geboten, nämlich die Effekte für die „Geister“. Es ist ist schön anzusehen, dass hier nicht einfach der altgediente Geist hineinschwebt, sondern dass Familie Lambert sich immer wieder fragen muss, „War da nicht eben jemand am Fenster?“.

Leider verblassen die Hauptdarsteller während gut zwei Drittel des Films immer mehr, bevor sie im letzten Drittel (zumindest einer von ihnen) so richtig in Ihrer Rolle aufblühen. Ganz anders verhält es sich da mit den Nebendarstellern. Sowohl die „Exorzistin“ als auch die ihre beiden Gehilfen können überzeugen. Letztere schaffen es auch durch zwei bis drei Szenen die ernste Grundstimmung des Films aufzulockern und so eine willkommene Verschnaufpause für den Zuschauer zu schaffen. Generell hat der Film einen lahmen Anfang und eine stetige aber dennoch recht flache Spannungskurve. Dadurch haut der Film zum Ende hin so viel raus wie es nur geht und überrascht und uns mit einem leicht unerwarteten Ende.

Zum Gruseln im Kino geeignet, zu Hause wird das aber nur schwer möglich sein. Geht rein, wenn ihr mal wieder Lust auf einen nicht ganz so tiefgründigen Horrorfilm habt, der weniger auf Slasher Szenen setzt, als auf Atmosphäre.

 

„Tiptoe through the Tulips …“

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